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"Biker"
werden oftmals als
Chopper oder Rocker angesehen, aber Biker sind weder
ausschließlich Chopper- fahrer noch allesamt Rocker. Diese
Auffassung ist typischerweise
ein Überbleibsel aus einer keineswegs lang vergangenen Zeit, in
der
Motorradfahrer und Rocker mit Masse in einem Atemzug genannt wurden,
ist
aber heute so veraltet wie Karbidlampen und Breeches.
Wenn
wir von Bikern sprechen,
für und über Biker schreiben, meinen wir Motorradfahrer aller
(Aus-)Richt- ungen, die nicht nur Motorradbesitzer sind, sondern auch
die
Gemeinschaft unter Motorradfahrern achten und pflegen.
Knieschleiferpiloten
können
genauso dazugehören wie Speedys, Tourenkilometerfresser,
Geländegänger
oder Easy Riders, denn einerseits ist keine Motorradmarke oder -type
ausgenommen
und andererseits bekommt man den "Titel" Biker mit keinem Krad
mitgeliefert,
auch wenn uns das die Werbung einzureden versucht.
Vom
Motorradbesitzer zum Biker
wird man erst durch seine Einstellung und sein Verhalten.
Da
Biker recht freiheitsliebende
Menschen sind, werden wir keinerlei Maßregeln aufstellen, wie man
sich zu verhalten hat. Die meisten von uns besteigen ihr Motorrad, um
dem
Alltag zu entfliehen, Zwänge hinter sich zu lassen und einmal
richtig
durchzuatmen.
Unserer
Meinung nach ist dieses
Ausbrechen durch Vater Staat ohnehin stark reglementiert, dass weitere
Regeln nicht zielführend sind. Wir beschränken uns auf die
Darstellung
der Sitten und Traditionen.
Der
Gruß I
Motorradfahrer
grüßen
sich. Es stellt sich vielen die Frage, wann denn wer wie
üblicherweise
gegrüßt wird.
Am
Motorrad sitzend, im Fließverkehr
oder beim Vorbeifahren an stehenden Bikern grüßt ein Biker
per
Handheben und zwar zumindest dann, wenn man der Meinung ist, dass man
gesehen
wird und die Situation sowie die Sicherheit es gefahrlos
ermöglichen.
In einer
Spitzkehre über
rechts werden beide Hände am Lenker gebraucht und bei Regenschauer
und böigem Seitenwind auf der Autobahn auch - obwohl schon
öfters
ein freundlicher Gruß das Wasser in den Boots ein wenig
wärmer
erscheinen ließ.
Ob
das nun einem himmelhohen
Winken ähnelt oder eher einem asphalttiefem Deuten zuzuordnen ist,
wird zumeist aus der Fahrhaltung resultieren. Der Stinkefinger ist
übrigens
kein Gruß unter Bikern und das immer wieder zu beobachtende
Fußheben
war vielleicht mal witzig, zieht aber mittlerweise keinen Mundwinkel
mehr
nach oben.
Freilich
kann das in Arbeit
ausarten, wenn man bei Kaiserwetter auf Traumstraßen hunderten
Bikern
begegnet, aber daraus ein Problem zu machen, lohnt wohl kaum. Nur weil
nicht jeder gegrüßt wird, ist das Bikertum nicht im
Aussterben.
Der
Gruß II
Das
Händeschütteln unter
Bikern sieht etwas anders aus als das von Politikern - und das nicht
nur,
weil es ehrlich ist. Dieser Bikergruß kommt aus den USA und ist
seit
Jahrzehnten üblich. Viele haben ein Problem damit, Bikerinnen auf
diese Art zu begrüßen, was aber Nonsens ist.
Gemeinschaft
Die
Gemeinschaft unter Bikern
wurde durch den Motorradboom ziemlich ausgehöhlt. Dennoch sollte
es
für einen Biker selbstverständlich sein, sich
gemeinschaftlich
zu verhalten. Es wird nicht erwartet, dass jemand auf der Autobahn von
der dritten Spur auf den Pannenstreifen schneidet, weil dort ein Biker
steht, der offensichtlich ein Problem hat, aber auf der
Landstraße
mit dem erhobenen Mittelfinger vorbeizutuckern, ist vom Bikertum
Lichtjahre
entfernt. Abgesehen
davon sollte sich
auch jeder an der Nase nehmen, ob er andere Biker missachtet oder
gefährdet,
denn Motorradfahren ist eine Sache des Könnens und somit
individuell
stark verschieden. Einen Fahranfänger in einer Kehre zu
überholen,
die er mit Mühe umeiert, zeigt nicht von Können oder
Stärke,
sondern neben zahlreichen Begriffen aus der geistig minderbemittelten
Ecke
auch vom Missverständnis des Begriffes Bikertum.
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